Glaubensgrundlage

1. Die Heilige Schrift
Wir glauben, dass die 66 kanonischen Bücher des Alten und des Neuen Testamentes Gottes Wort sind (2. Tim. 3,16-17; 2. Petr. 1,20-21), die in der Urschrift von Gott inspiriert wurden und deshalb unfehlbar und vollständig sind. Die Bibel ist die schriftliche Offenbarung Gottes und deshalb ist die ganze Schrift und die Schrift allein, höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung (Off. 22,18-19; Hebr. 1,1).
Die richtige Auslegung der Schrift kann nur unter der Leitung des Heiligen Geistes geschehen (1. Kor. 2, 10-14) und kann deshalb nicht zu widersprüchlichen Aussagen führen. Jede Bibelkritik, sei sie historisch-kritisch, praktisch oder traditionell begründet, ist nicht schriftgemäß und lehnen wir ab.

2.1 Gott - Vater
Wir glauben an den einen einzigen Gott, der ewig ist und der sich in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist geoffenbart hat (Mt. 28,19). Wir glauben, dass der Schöpfer allen Seins im Himmel und auf Erden ist. Er ist allmächtig, allwissend und allgegenwärtig. In ihm befindet sich unbegrenzte Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Liebe, Güte und Barmherzigkeit.

2.2 Gott - Sohn
Wir glauben an Jesus Christus, den ewigen Sohn Gottes (1. Joh. 5,20), den der Vater gesandt hat, der durch den Heiligen Geist in der Jungfrau Maria als wahrer Mensch gezeugt wurde. Als wahrer Gott und wahrer Mensch führte er ein sündloses Leben auf dieser Erde (Hebr. 4,15) und starb am Kreuz auf Golgatha als stellvertretendes und Gott wohlgefälliges Opfer (Joh. 1,29; Heb. 9,11-28). Er ist leibhaftig von den Toten auferstanden, leiblich in den Himmel aufgefahren und sitzt zur Rechten Gottes als unser Hohepriester (Heb. 8,1.2; 9,11), der uns vertritt (1. Joh. 2,1), bis er wiederkommt, um die Lebenden und die Toten zu richten und sein ewiges Reich zu vollenden (2. Tim. 4,1).

2.3 Gott - Heiliger Geist
Wir glauben an den Heiligen Geist, der eins ist mit dem Vater und dem Sohn, von ihnen gesandt, um im Menschen die Erlösung zu verwirklichen: Er überführt von der Sünde, bewirkt die Wiedergeburt in uns (Joh. 3,56).

3.1 Erschaffung
Wir glauben, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat (1. Mo. 1,26-27.31). Die Evolutionstheorie (Entwicklungslehre) in jeder Form lehnen wir ab.

3.2 Sündenfall
Wir glauben, dass der Mensch willentlich und bewusst gegen Gott, seinen Schöpfer, gesündigt hat (1. Mo. 3, 1-13) und dadurch über sich selbst und seine Nachkommen den geistlichen und körperlichen Tod gebracht hat. Dieses hat die ewige Trennung des unerlösten Menschen von der Gegenwart Gottes zur Folge (Off. 20, 11-15).

4.1 Erlösung
Wir glauben, dass der Mensch vor Gott nicht durch Werke gerecht wird, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus (Röm. 3, 21-22). Der Heilige Geist überführt den Menschen von seiner Sünde und überzeugt ihn durch Gottes Wort von der Notwendigkeit seiner Erlösung (Joh. 16, 8-11). Alle, die sich in Buße von ihrer Sünde abkehren und sich Christus als ihrem persönlichen Retter und Herrn anvertrauen, empfangen Vergebung (1. Joh. 1,9). Die darauffolgende Taufe durch Untertauchen symbolisiert, dass der Gläubige mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden ist.

4.2 Heiligung
Wir glauben, dass die Heiligung eines jeden Gläubigen der Wille Gottes ist (1. Thes. 4,3). Weil Gott heilig ist, sollen auch wir entsprechend unserer Berufung in der Absonderung von allem Bösen vor Gott in Heiligkeit leben (1. Thes. 4,7-8).

4.3 Heilsgewissheit
Durch das Zeugnis des Heiligen Geistes erhalten wir die Gewissheit unserer Errettung (Röm. 8, 16-17).

5. Die Gemeinde
Wir glauben, dass zur Gemeinde Christi alle Kinder Gottes aus allen Völkern, Kulturen und Gesellschaftsschichten gehören (1. Kor. 12,13ff). Eine Ortsgemeinde Christi ist der freiwillige und verbindliche Zusammenschluss von wiedergeborenen und getauften Christen an einem Ort (Apg. 2,41).

5.1 Verhältnis zu Gott
Wir glauben, dass Jesus Christus das Haupt jeder Gemeinde ist. Die einzelne Gemeinde bedarf keiner menschlichen Vermittlung zu Christus, sondern steht in direkter Verantwortung vor ihm.

5.2 Aufgabe und Ziel der Gemeinde
Wir glauben, dass die Gemeinde zur Verherrlichung Gottes (Röm. 15,7) und zum Zeugnis der Welt (Mt. 28,18-20) berufen ist.

5.3 Die Taufe
Wir glauben, dass die Taufe ein direkter Befehl Jesu ist. Um getauft zu werden, muss der Gläubige wiedergeboren sein. Die biblische Form der Taufe geschieht durch das Untertauchen des Gläubigen in das Wasser (Joh. 3,23).

5.4 Das Abendmahl
Wir glauben, dass das Abendmahl, zur Erinnerung und Verkündigung des Leiden Jesu und Sterben am Kreuz eingesetzt wurde (Mt. 26, 26-29), dass das Brot und der Kelch Sinnbilder des geopferten Leibes und des vergossenen Blutes unseres Heilands sind.

6. Die Zukunft
Wir glauben, dass die Gemeinde Jesu Christi entrückt wird, wobei die Toten in Christus auferstehen werden, um ewig bei Gott in der Herrlichkeit zu sein (Off. 21-22; 1. Kor. 15,51-58). Wir glauben, dass alle Ungläubigen leiblich auferstehen und am großen weißen Thron erscheinen werden (Dan. 12,2), wo sie dann von Gott unwiderruflich zur ewigen Verdammnis verurteilt werden (Off. 20,5).


20.08.2019

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