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Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein.
Lukas 5,10b

Was bedeutet es ein Fischer zu sein? Manch einer denkt, es reicht, wenn man einen Stock, eine Schnur, einen Haken und einen Wurm hat. Doch reicht das wirklich aus, um einen Fisch zu fangen?
Jeder der sich mit Angeln auskennt weiß, dass noch so viel mehr dahintersteckt.
Als Erstes muss ich wissen, welchen Fisch ich fangen möchte. Denn jeder Fisch wird mit einem anderen Köder gefangen. Ein kleines Beispiel: Möchte ich am Abend einen Hecht auf meinem Teller haben, brauche ich einen Köder, der aussieht wie ein kleiner Beutefisch, denn Hechte sind Räuber, sie beißen nicht auf Würmer. Möchte ich einen Karpfen fangen, ja dann benötige ich kleine Teigkugeln oder Mais. So hat jeder einzelne Fisch einen Köder, auf den er beißt.
Zusätzlich muss ich mir Gedanken machen, zu welcher Uhrzeit ich angeln gehe, denn manch ein Fisch ist eher nachtaktiv, andere wiederum sind eher tagaktiv. Außerdem sollte ich mich mit der Angelstelle beschäftigen, denn manche Fische leben eher dort, wo der Untergrund steinig ist, andere im Kraut und wieder andere brauchen eher einen schlammigen Untergrund.
Wie man sieht, muss man sich viele Gedanken machen, bevor man angeln geht, so einfach wie es sich anhört ist es nicht immer. Es gehört ein wenig Erfahrung und Planung dazu.

Lukas 5,10b: Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein.
Der Herr Jesus hat dich und mich dazu berufen Menschenfischer zu sein. Mit Menschen verhält es sich noch deutlich schwerer als mit Fischen. Denn wir Menschen halten uns selbst meist für sehr klug und sind häufig misstrauisch. Umso mehr sollten wir uns vorbereiten, bevor wir mit Menschen über Christus reden und versuchen unseren Glauben weiterzugeben. Die Worte sollten mit Bedacht gewählt sein, auch die Person, mit der man spricht, sollte vorher im Gebet vor den Herrn gebracht werden. Ich wünsche dir Gottes Segen beim „Angeln“. Möge er dir die richtigen Worte zur richtigen Zeit geben, damit sein Wort weitergegeben wird und noch manch eine Seele das ewige Leben erlangt.

Waldemar Giesbrecht


01.10.2020

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